Cesar Manrique - Lanzarote Kanaren

Cesar Manrique
Cesar Manrique Cabrera ist am 24. April 1919 in Puerto Naos auf Lanzarote geboren. Er war ein  erstgeborener Zwilling, seine Zwillingsschwester heißt Amparo, abgesehen von ihr hatte er noch eine andere Schwester und einen Bruder. Alle seine Geschwister sind bis heute am Leben. Die Familie Manrique war nicht überdurchschnittlich wohlhabend, aber es reichte um gut zu leben und sich nicht zu verschulden. Als die Manrique´s sich ein Haus am Ozean bauten, hinterließ genau dieses Haus einen Eindruck der sein ganzes Leben bei Cesar anhielt. Er selbst sagte, die Kindheit war die schönste Zeit seines Lebens, er lebte an dem schönsten Ort den er sich vorstellen konnte, 8 Kilometer feiner, sauberer Sandstrand, eingerahmt von mehr als 400 Meter hohen Klippen. Diese einmalige Schönheit gravierte sich in seine Seele ein. Er hat sie sein ganzes Leben lang nicht vergessen. Er nahm freiwillig am spanischen Bürgerkrieg teil, an der Seite von Franco. Diese Entscheidung bereute er, er machte grausame Erfahrungen und hat nie darüber gesprochen. Als der Krieg sein Ende fand ging er nach hause zu seiner Familie und begrüßte sie herzlich. Nachdem er das getan hat, stieg er aus dem Flachen Dach seines Eltern Hauses und verbrannte seine Uniform. Als der Bürgerkrieg beendet war, ging er in die La Laguna Universität um technische Architektur zu studieren, das tat er nur zwei Jahre lang.

 
 


1945 ist er nach Madrid gereist um an der Akademie de Bellas Artes de San Fernando Kunstprofessor und Maler zu werden. Nach der Empfehlung seines Vetters Manuel Manrique ging Cesar nach New York, dort blieb er bis 1966. Einige Jahre später wurde er von Nelson Rockefeller gesponsert und war dann in der Lage sein eigenes Studio zu vermieten und Bilder zu erschaffen die er in der berühmten New Yorker Galerie „Catherine Viviano“  ausstellte und dort als Sehenswürdigkeiten galten. Aus New York schrieb er einem Freund „(…) mehr als jemals fühle ich wahre Sehnsucht für die echte Bedeutung von Dingen. Für die Reinheit der Leute. Für die Kahlheit meiner Landschaft, und für meine Freunde(…) mein letzter Beschluss ist, dass der MANN in New York einer Ratte ähnlich ist. Mann wurde für diese Künstlichkeit nicht geschaffen. Es gibt ein befehlendes Bedürfnis, zum Boden zurückzugehen. Fühlen Sie es, riechen Sie daran. Es ist was ich fühle.“ Ín diesem Brief versuchte er die starke Sehnsucht zu seiner Heimat zu beschreiben. Als er von New York zurückkehrte, kam er mit der Absicht, die Schönheit der Insel einzurahmen und ihren Verfall zu verhindern. Und genauso kam es. Ohne Cesar Manrique wäre die einmalig schöne Insel Lanzarote zu einem reinen Touristen Ort auch für Lastminute Reisen geworden, an welchem sich riesige Hotel Klötze aneinander reihen. Cesar Manrique hat durchgesetzt, dass kein Gebäude auf der Insel mehr als zwei Etagen haben darf. Auch Werbeplakate gab es auf der Insel nicht. Die einmaligen Lava Tunnel und die vielen anderen unvergleichbaren Sehenswürdigkeiten wären niemals zu dem geworden was sie heute sind. Die Insel Lanzarote wäre nicht zu dem geworden was sie heute ist. Am 25. September 1992 starb dieser einmalige Ausnahme Künstler bei einem tragischen Autounfall. Die Ironie daran ist, das Cesar Manrique selten ins Auto stieg, er verabscheute den großen Einfluss der Blechkisten am Alltag der Menschen.

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